22.07.2026

Engineering our Future: Europas Hightech-Community setzt Impulse für die Life Science-Industrie

22.07.2026

Von intelligenten Sensorsystemen und integrierter Photonik über innovative Werkstoffe bis hin zu skalierbaren Fertigungsprozessen: Der IVAM Hightech Summit 2026 machte deutlich, wie Ingenieurwissenschaften die nächste Generation der Life Sciences vorantreiben.

Unter dem Leitthema „Inside Life – Engineering our Future“ brachte die zweitägige Konferenz Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung und Innovationsorganisationen im CORPUS Congress Center in Leiden zusammen. Der außergewöhnliche Veranstaltungsort, der Besucher auf eine Reise durch den menschlichen Körper mitnimmt, bot den passenden Rahmen für den Austausch über Technologien, die Biologie, Medizin und Diagnostik nachhaltig verändern.

Mehr als 35 Referentinnen und Referenten aus ganz Europa präsentierten ihre Expertise in sechs Konferenzsessions zu Mikro- und Nanotechnologien, Photonik, Quantentechnologien, intelligenten Sensorsystemen, modernen Werkstoffen, Fertigungstechnologien sowie zu Regulierung, Industrialisierung und geistigem Eigentum.

Rund 30 Business Partner unterstützten den Summit und präsentierten ihre neuesten Entwicklungen in der Technical Exhibition sowie der interaktiven Hands-on Session „Life Science Applications“. Dadurch entstanden zahlreiche Möglichkeiten für den direkten Austausch zwischen Technologieanbietern, Forschungseinrichtungen und Industrie.

Die Zukunft des Gesundheitswesens wird zunehmend durch interdisziplinäre Zusammenarbeit geprägt“, sagt Tim Merforth, Geschäftsführer des IVAM Microtechnology Network. „Der Hightech Summit hat erneut gezeigt, dass Fortschritte in den Life Sciences maßgeblich auf Innovationen aus den Ingenieurwissenschaften beruhen – von Mikrotechnik und Photonik über Fertigungstechnologien bis hin zu Künstlicher Intelligenz und Systemintegration. Genau dafür steht IVAM: Technologieentwickler, Forschungseinrichtungen und Anwender aus ganz Europa zusammenzubringen.“

Keynotes, Technologietrends und europäische Zusammenarbeit

Hochkarätige Keynote-Vorträge eröffneten unterschiedliche Perspektiven auf Technologien und Innovationsstrategien für die Life Sciences der Zukunft. Den Auftakt machte Jan Keller, ehemaliger Executive Vice President von ASML und Gründer von Best Knowledge Matters. Er ermutigte die Teilnehmenden, Europas Rolle als globaler Hightech-Innovationsstandort durch technologische Exzellenz, unternehmerischen Mut und eine stärkere europäische Zusammenarbeit weiter auszubauen.

Eva van Pelt, Präsidentin der Deutsch-Niederländischen Handelskammer sowie Mitglied der Aufsichtsräte von QIAGEN und PAUL HARTMANN AG, betonte die Bedeutung grenzüberschreitender Kooperationen und leistungsfähiger Innovationsökosysteme für die Wettbewerbsfähigkeit Europas. Dr. René Fassbender von der OmegaLambdaTec GmbH zeigte auf, wie Künstliche Intelligenz hochkomplexe Systeme optimieren und Innovationsprozesse beschleunigen kann. Den Abschluss bildete die Keynote von Dr. Ying Ting Set vom belgischen Forschungsinstitut imec. Sie veranschaulichte, wie moderne Engineering-Technologien Werkzeuge ermöglichen, die verborgene biologische Prozesse in Daten für KI-basierte Foundation Models übersetzen und damit die zunehmende Konvergenz von Ingenieurwissenschaften, Biologie und Künstlicher Intelligenz vorantreiben.

Auch die sechs Fachsessions spiegelten die große technologische Bandbreite der heutigen Life-Science-Innovationslandschaft wider. Die Themen reichten von Engineering-Lösungen für Biologie, Medizin und Diagnostik über Photonik, Quantentechnologien und intelligente Sensorsysteme bis hin zu datengetriebenen Anwendungen, innovativen Werkstoffen, skalierbaren Fertigungsprozessen und erfolgreicher Industrialisierung. Deutlich wurde: Die Gesundheitslösungen der Zukunft entstehen zunehmend an den Schnittstellen verschiedener Schlüsseltechnologien.

Ein weiterer Schwerpunkt war die starke Beteiligung der Industrie. In der Technical Exhibition und der interaktiven Hands-on Session „Life Science Applications“ konnten die Teilnehmenden modernste Technologien unmittelbar erleben und sich direkt mit Entwicklern sowie Anwendungsexperten austauschen. Von Mikrofluidik und Präzisionsoptik über innovative Werkstoffe, intelligente Sensorik und Lasertechnologien bis hin zu Fertigungs- und Medizintechniklösungen zeigte die Ausstellung eindrucksvoll die Vielfalt und Innovationskraft des europäischen Hightech-Ökosystems.

Networking als Motor für Innovationen

Ein zentrales Merkmal des Hightech Summit blieb darüber hinaus der persönliche Austausch. Ob in den Kaffeepausen, beim Networking Dinner, während der Führung durch CORPUS oder in zahlreichen Gesprächen in der Ausstellung – überall entstanden neue Kontakte, Kooperationen und Ideen für zukünftige gemeinsame Projekte.

Der IVAM Hightech Summit unterstrich damit erneut seine Rolle als eine der führenden europäischen Networking-Plattformen für Schlüsseltechnologien. Durch die Vernetzung von Forschungseinrichtungen, Technologieanbietern, Herstellern, Start-ups, Investoren und Anwendern schafft die Veranstaltung die Grundlage für jene interdisziplinäre Zusammenarbeit, die erforderlich ist, um Innovationen aus den Life Sciences erfolgreich von der Forschung in industrielle und medizinische Anwendungen zu überführen.

Nach der erfolgreichen Veranstaltung in Leiden wird der nächste IVAM Hightech Summit am 17. und 18. Juni 2027 in Berlin stattfinden. Dann kommt die europäische Hightech-Community erneut zusammen, um die Zukunft der Schlüsseltechnologien gemeinsam zu gestalten.

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